Lieber Leser,

an diesem Dienstag wurde ein Entwurf der neuen Biodiversitätsstrategie der EU öffentlich: Aus den geleakten Dokumenten geht hervor, dass die EU-Kommission den Pestizideinsatz bis 2030 um 30 Prozent reduzieren will.

Das ist ein Anfang, wird aber nicht reichen, um das dramatische Artensterben bei Insekten und Vögeln zu stoppen. Was Europa braucht, ist der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung chemisch-synthetischer Pestizide, wie wir es in unserer Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ fordern: Nicht 30 Prozent, sondern 80 Prozent weniger Pestizide bis 2030 und ein generelles EU-weites Pestizidverbot bis spätestens 2035 sind nötig, damit sich die Artenvielfalt erholen kann.

Allein in Deutschland sind bereits mehr als 75 Prozent der Gesamtmasse an Fluginsekten verschwunden. Mit halbherzigen Zielen wird sich dieser erschreckende Trend nicht umkehren lassen. Die EU-Kommission muss die Zeichen der Zeit erkennen und nun eine konsequente Agrarwende einläuten.

Zur Seite vom Umweltinstitut München e.V.

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