Sind Sie sicher, dass überall, wo „Rohkost“ draufsteht, auch Rohkost drin ist?

„reallyraw“ – endlich mehr Sicherheit bei Rohkostprodukten

Ein neues Siegel garantiert kontrollierte, echte Rohkostqualität

Der Trend zur gesunden Ernährung und somit auch zur Rohkosternährung ist überall auf dem Vormarsch. Die Rohkostbranche verzeichnete in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum und erfreut sich eines ständig wachsenden Kundeninteresses. Wie auch in anderen jungen Branchen des Lebensmittelmarkts gab es bis vor Kurzem im Rohkostbereich keine allgemein gültige Definition von Rohkost, keinen entwickelten Lebensmittelstandard und keine Kontrollen oder Zertifizierungen, die für ein gesundes Wachstum nötig wären.

Rückblende zur Messe BioFach 2018 in Nürnberg: Die Vertreter dreier Rohkost-Hersteller treffen sich und beklagen die um sich greifende Falschdeklaration in der Branche. Immer mehr Produkte kommen mit dem Etikett „Rohkostqualität“ oder „raw“ auf den Markt, obwohl sie keine echte Rohkostqualität aufweisen. Da werden „Rohkost“-Trüffelriegel mit Kokosblütenzucker angeboten, welcher nur bei starker Hitze hergestellt werden kann. Da gibt es Rohkost-Pralinen, bei denen nur die Fruchtfüllung roh ist, die Schokolade aber aus gerösteten Kakaobohnen besteht, oder Produkte, bei denen zwar die Verarbeitung nach Rohkostkriterien erfolgte, die Rohstoffe selbst jedoch nicht roh sind und und und …

Um Menschen, die ihr Geld für Rohkostprodukte ausgeben, in Zukunft mehr Sicherheit zu bieten, dass überall dort, wo „Rohkost“ draufsteht, auch wirklich Rohkost drin ist, haben sich Tereza Havrlandová (Lifefood CZ s.r.o.), Rainer Mühlberger (Passion4Fruit GmbH) und Winfried Holler (Keimling Naturkost GmbH) zusammengeschlossen, um ein neues Qualitätskennzeichen aus der Taufe zu heben, das für echte, unverfälschte und vor allem kontrollierte Rohkost-Qualität steht. Der Name: reallyraw. Die Idee: Produkte mit dem Signet reallyraw garantieren dem Verbraucher, dass bei der Verarbeitung der verwendeten Rohstoffe zu keiner Zeit die Maximaltemperatur von 45° C überschritten wurde. Denn es gilt, die Lebendigkeit, die Enzyme und die empfindlichen Vitamine zu erhalten. Sichern sollen dies Kontrollen, die auf bewährte Verfahren der Kontrollstellen aus dem Bio-Bereich zurückgreifen. BIO hat bisher vor allem für die Schadstofffreiheit garantiert, jedoch die Lebendigkeit der Nahrung nicht berücksichtigt. Dieser äußerst wichtige Aspekt wird jetzt durch die reallyrawZertifizierung integriert.

Inzwischen wurden mit der „Rawfood Association“ ein eingetragener, gemeinnütziger Verein gegründet, ein Lebensmittelstandard für Rohkost entwickelt und die Kooperation mit einer unabhängigen Kontrollstelle etabliert. Die Firma ABCERT, bislang als BIO-Kontrollstelle in Europa bekannt, wird künftig für Produzenten sowie den Handel Zertifizierungen auch im Sektor Rohkost anbieten und durchführen. Mit der Zertifizierung erwirbt der Anbieter eines Produkts die Lizenz, das reallyraw-Signet zu verwenden.

Eine Liste bereits zertifizierter Unternehmen bzw. von Anwärtern, die eine zeitnahe Zertifizierung anstreben, ist auf der Webseite des Vereins unter www.really-raw.com einsehbar.

Da sich Wissenschaft und Forschung bisher nur wenig mit Rohkosternährung bzw. Enzymaktivität und deren Bedeutung für unsere Gesundheit auseinandergesetzt haben, ist es ein weiteres, ganz besonderes Anliegen des Vereins, Forschungsaufträge auf diesem Gebiet zu initiieren, zu fördern und voran-zutreiben.

Der Verein mit dem Namen Rawfood Association e.V. ist gemeinnützig, Spenden und Beiträge können somit steuerlich abgesetzt werden. Sie möchten diese Initiative gerne unterstützen und Fördermitglied werden? Bereits ab 5 Euro im Monat können Sie Ihren wertvollen Beitrag dazu leisten. Oder Sie sind Anbieter echter Rohkostprodukte und möchten dies Ihren Kunden durch das reallyraw-Signet garantieren? Infos über die erste unabhängige Rohkostzertifizierung in Europa finden Sie unter www.really-raw.de oder kontaktieren Sie den Rawfood Association e.V. per E-Mail: [email protected] raw.de.  

 

Was verbirgt sich ­hinter dem reallyraw-­Standard?

• niemals über 45 °C erhitzt

• keine Denaturierung durch schonende Verarbeitung

• temperaturkontrollierte Transporte und Lagerungen

 aktive Enzyme

• maximaler Erhalt von Mikro- und Makronährstoffen

• ausschließliche Verwendung ­natürlicher Zutaten

• Kontrolle durch ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen

• Nachverfolgbarkeit vom Anbau bis zum Verbraucher

• Erste unabhängige Rohkost­zertifizierung in Europa

Aus: Dr. Switzers Natürlich gesund leben Magazin Nummer 3 (Ausgabe 1/2020)

    0