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Nachfolgend ein Auszug aus der Seite:

Brustkrebs

Autoren: Dr. med. Nicole Weis, Dr. med. György Irmey

 

Das Wesentliche auf einen Blick

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Grundsätzlich haben Frauen mit Brustkrebs gute Chancen, geheilt zu werden. Bei früher Erkennung sind es sogar über 80 % (Robert-Koch-Institut Berlin: Broschüre Krebs in Deutschland 2013/2014).

Wir möchten Betroffene darüber informieren, welche Therapien üblich oder möglich sind, welche neu sind und was ergänzend oder selbst zur Bewältigung der Krankheit und für ein besseres Wohlbefinden getan werden kann. Dies können nur allgemeine Hinweise sein. Da auch scheinbar gleiche Tumorerkrankungen unterschiedlich verlaufen und Patientinnen verschieden auf Behandlungen reagieren, kann der Therapeut im Einzelfall auch anders entscheiden.

Insbesondere ist es wichtig, sich bereits vor der Operation zu informieren, damit neue diagnostische und therapeutische Methoden auch in Anspruch genommen werden können. Außerdem sollte immer genügend Zeit bleiben, um z.B. die Notwendigkeit einer Chemo- oder Strahlentherapie individuell abwägen zu können. Gerne hilft Ihnen der Ärztliche Beratungsdienst der GfBK unter der Telefonnummer 06221-13802-0 diesbezüglich weiter.

Nutzen Sie lieber früher als später unsere und andere seriöse Beratungs- und Informationsangebote. Einen ersten Überblick über das Thema Brustkrebs vermittelt Ihnen der nachfolgende Beitrag.

Rund jede 8. Frau erkrankt an Brustkrebs

Abb. 1: Rund jede 8. Frau erkrankt an Brustkrebs

Brustkrebs ist mit rund 30 % die häufigste Krebsart bei Frauen. Obwohl die Diagnose Brustkrebs in Deutschland mit mehr als 600.000 Frauen pro Jahr doppelt so häufig gestellt wird wie noch in den 1980er-Jahren, sterben weniger daran (Forouzanfar MH/Lancet 2011).

Was ist Brustkrebs?
Brustkrebs (Mammakarzinom, Mamma-CA) ist ein bösartiger Tumor im Brustgewebe. Unterscheiden lassen sich Tumore der Milchgänge und/oder der Drüsenlappen.

Brustkrebs-Arten

Je nachdem, welche Bereiche der Brust befallen sind, unterscheidet man Veränderungen der Milchgänge und der Drüsenläppchen. Meist sind die Milchgänge betroffen.
Wichtig ist für Therapie und Prognose ist, ob der Tumor invasiv oder nicht-invasiv ist, d.h. ob er am Ausgangsort (Milchgang, Drüsenläppchen) verbleibt oder in umliegendes Gewebe eindringt und möglicherweise bereits Lymph- und Blutbahnen erreicht hat.

Abb. 2: Die wichtigsten Arten von Brustkrebs - Tumor der Milchgänge - Tumor der Drüsenläppchen - Kombinierte Form

 Abb. 2: Die wichtigsten Arten von Brustkrebs

Ursachen

Die Ursachen von Brustkrebs sind vielfältig. Die weltweit starke Zunahme von Brustkrebserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten führen einige Wissenschaftler auf Belastungen mit Umweltchemikalien zurück (Gray J/Int J Occup Environ Health 2009). Genetische Ursachen werden nur selten für eine Brustkrebserkrankung verantwortlich gemacht. Darüber hinaus gibt es viele weitere Faktoren wie Lebensstil und psychisches Gleichgewicht, die bei der Krebsentstehung – und bei der Heilung – eine Rolle spielen. Das Gute daran:

Die meisten Faktoren können wir gezielt beeinflussen!

Risikogruppen – Wer ist gefährdet?

Frauen bekommen wesentlich häufiger Brustkrebs als Männer. Derzeit erkrankt etwa jede 8te Frau im Laufe ihres Lebens daran. Das Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken steigt bis zum Alter von 65 Jahren. Danach sinkt es wieder. Die gute Nachricht für ältere Brustkrebspatientinnen: In höherem Alter verringert Brustkrebs häufig nicht die Lebenserwartung (Schonberg MA/J Clin Oncol 2011).

Risikofaktoren: Ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken haben Frauen, die

  • sehr früh (mit 10 oder jünger) ihre erste Regelblutung bekommen haben
  • sehr spät (mit 55 oder später) ihre letzte Regelblutung hatten
  • kein Kind geboren haben oder bei der Geburt des ersten Kindes über 30 waren
  • nicht oder nur kurze Zeit gestillt haben
  • starkes Übergewicht haben
  • rauchen, v.a. wenn sie schon als Jugendliche damit begonnen haben
  • sich wenig bewegen
  • viele tierische Fette wie Schmalz, Butter, fette Wurst und fettes Fleisch essen
  • regelmäßig mehr als 1 Glas Bier oder Wein pro Tag trinken
  • über 5 Jahre Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden genommen haben.
    Die Hormontherapie kann das Brustkrebsrisiko deutlich erhöhen! Die gute Nachricht: 4 Jahre nach Absetzen der Hormone ist das Krebsrisiko wieder normal. (Siegmund-Schultze N/Dtsch Ärztebl 2008)
  • bereits Brustkrebs hatten
  • ein sehr dichtes Drüsengewebe haben (bis zu 5-fach erhöhtes Risiko bei extrem dichtem Gewebe der Brustdrüse)
  • deren Brustgewebe stark verändert ist (sog. Mastopathie mit Zysten und vielen Knoten)
  • bei denen bereits mehrere nahe weibliche Angehörige Brust- oder Eierstockkrebs hatten, was unter Umständen auf Genveränderungen hinweist.

Genveränderungen sind nur selten für Brustkrebs verantwortlich (circa 5–10 %). Sie finden sich vor allem bei Frauen, in deren Familie mehrfach Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten ist. Zu den bekannten „Brustkrebsgenen“ gehören BRCA1 und BRCA2. Frauen, bei denen diese Gene verändert sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Laufe ihres Lebens Brustkrebs zu bekommen. Das heißt aber nicht, dass sie auch wirklich daran erkranken! Das alleinige Vorhandensein eines veränderten Gens, heißt nicht, dass es auch aktiviert wird. Wie wir inzwischen aus der Epigenetik wissen, hängt das von vielen Faktoren wie unserem Lebensstil ab, die wir selbst jeden Tag günstig beeinflussen können.

Prävention

Die alte Weisheit „Vorbeugen ist besser als Heilen“ gilt auch für Brustkrebs. Tatsächlich gibt es einiges, was Sie selbst zur Vorbeugung tun können. Dazu gehört z.B., unnötige Risikofaktoren wie Rauchen oder starkes Übergewicht zu vermeiden.

10 Tipps zur Vorbeugung von Brustkrebs

  1. Regelmäßig bewegen
  2. Gewicht normalisieren (insb. starkes Übergewicht abbauen)
  3. Fettarm ernähren
  4. Viel Obst und Gemüse essen (Weis N/Dtsch Z Onkol 2015)
  5. Sich ballaststoffreich ernähren (Cade JE et al./Int J Epidemiol 2007; Ferrari P et al./Am J Clin Nutr 2013)
  6. Auf einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel achten
  7. Nicht rauchen
  8. Stillen
  9. Hormonaktive Schadstoffe in Kosmetik usw. meiden – Hilfe gibt es z.B. bei https://www.bund.net/themen/chemie/toxfox/ und https://www.codecheck.info/)
  10. Aluminiumfreie Deos wählen (Dabre PD/Eur J Cancer Prev 2001)

Symptome bei Brustkrebs

Brustkrebs entwickelt sich oft langsam und kann lange Zeit unbemerkt bleiben. Mit etwas Aufmerksamkeit und gezielten Untersuchungen (Abtasten) können Sie dazu beitragen, die Erkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen.

Zu den möglichen Anzeichen von Brustkrebs gehören:

  • Tastbare Knoten in der Brust
  • Veränderungen von Form oder Größe der Brust: ein- oder beidseitige Vergrößerung der Brust
  • Verhärtung der Brust
  • Schmerzen in Brust bzw. Brustwarze
  • Veränderungen der Brustwarze: Einziehungen, Absonderungen, Entzündungen
  • Vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Dellen in der Haut („Orangenhaut“) und andere Hautveränderungen
  • Rötung und Entzündung

Sollten Sie unter einem oder mehreren dieser Symptome leiden, empfehlen wir, diese bald bei einem Gynäkologen abzuklären.

 

Weiteres auf der Homepage von biokrebs.de

 

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