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Auslaufmodell Supermarkt?

Seit den 1960er-Jahren beherrschten große Supermarktketten den globalen Lebensmittelmarkt und galten als unanfechtbar. Doch allmählich scheint ihr Geschäftsmodell über- holt: Im Zuge eines harten Preiskriegs unter den Einzelhändlern setzen die Konzerne auf immer aggressivere kommerzielle Verhandlungsmethoden zulasten der Lieferanten, Landwirte und Hersteller, wobei sie oftmals die Grenzen der europäischen Rechtsordnung überschreiten, und ziehen so traditionelle Akteure der Lebensmitteldistribution in Mitleidenschaft.

Doch nicht nur unter den Supermarktkonzernen herrscht ein erbitterter Geschäftskampf. Seit dem Erstarken digitaler Großkonzerne wie Amazon und Alibaba müssen sich Supermärkte auch gegenüber neuen Akteuren behaupten, die exponentiell in den Lebensmittelsektor investieren, das Geschäft der traditionellen Konzerne zusehends bedrohen und diese in eine immer tiefere Krise stürzen.

Der Dokumentarfilm Auslaufmodell Supermarkt auf Arte (Regie: Rémi Delescluse) zeigt, wie das Einkaufen von morgen aussehen könnte. In den Vereinigten Staaten hat Amazon eine eigene Supermarktkette eröffnet, um seine Geschäftsrivalen Walmart und Target auszustechen und
den amerikanischen Lebensmittelmarkt zu erobern. In China investieren Alibaba und JD.com in verschiedene Bereiche der Lebensmittelversorgungskette. Sie eröffnen eigene Geflügel-, Obst- und Gemüsefarmen und ersetzen dabei menschliche Arbeitskräfte durch Maschinen, die von künstlicher Intelligenz (KI) betrieben werden. Welche Auswirkungen hat eine derartige Handelsrevolution auf die Beschäftigungsbedingungen, die Qualität unserer Lebensmittel und die Zukunft unseres Planeten? Anhand von entlarvenden Zeugenaussagen und Quellen führt der Dokumentarfilm hinter die Kulissen der neuen Konsumtempel und deren zwielichtiges Geschäft.

arte/ja

Foto: Arte.tv

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