Risiko von Handy-Strahlung bestätigt

Ein Berufungsgericht in Turin, Italien, hat in einem am 13.1.2020 veröffentlichten Urteil bestätigt, dass ein Kausalzusammenhang zwischen Tumorbildung und mobilen Telefonen besteht. Die Richterin bezeichnete eine Krebsentstehung am Hör- und Gleichgewichtsnerv durch Nutzung des Mobiltelefons als eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich.

Nach dem Urteil von Brescia 2010 ist dies schon das zweite Urteil in Italien, das zu dem gleichen Schluss kommt. Die Stiftung Warentest untersuchte im September 2019 ebenfalls das Risiko der Handystrahlung und zitierte die Einschätzung der IARC (Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation) von 2011, der zufolge Handystrahlung „möglicherweise krebserregend“ sei.

Die Stiftung Warentest möchte den Lesern einerseits eine übertriebene Angst nehmen, gibt aber andererseits Tipps, wie sich die Schäden solcher Strahlung minimieren lassen. Der geplante neue Mobilfunkstandard 5G hat euphorische Befürworter und leidenschaftliche Gegner. Ob die Wahrheit in der Mitte liegt, wird die Forschung der nächsten Jahre zeigen. Einstweilen erscheint Vorsicht als die beste Waffe, um sich vor möglichen Schäden zu schützen. Übertriebene Angst jedoch schadet dem Körper genauso wie mögliche Strahlungsschäden.

 

Bild: mohamed hassan auf Pixabay

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